Alter Goldschmuck in der Schublade? So machst du Altgold zu Geld

Dieser Artikel wurde zuletzt im Juli 2026 aktualisiert & geprüft.

Alter gemischter Goldschmuck und Feinwaage zum Thema Altgold verkaufen

Alter Goldschmuck in der Schublade? So machst du Altgold zu Geld

Einzelne Ohrringe ohne Partner, eine verhedderte Kette, der Ring einer verstorbenen Tante: In fast jedem Haushalt liegt altes Gold herum, das niemand mehr trägt. Der Gedanke, es zu verkaufen, ist schnell da, die Unsicherheit aber auch. Was ist der Kram überhaupt wert, und wie verhindere ich, dass mir jemand einen Spottpreis andreht? Genau darum geht es hier: Du erfährst, wie du den Wert deines Altgolds selbst einschätzt und es fair zu Geld machst.

Kurz & klar: Altgold verkaufen
Altgold ist gebrauchter Goldschmuck, der nach seinem Materialwert gekauft wird, nicht nach Optik. Entscheidend sind Feingehalt (333, 585 oder 750) und der Gewicht mal aktueller Goldkurs. Ein seriöser Ankauf wiegt und bewertet vor deinen Augen. Hol dir immer zwei Angebote, bevor du verkaufst.

Was ist Altgold, Bruchgold und Zahngold überhaupt?

Altgold ist der Sammelbegriff für gebrauchten Goldschmuck, den man nicht mehr trägt. Bruchgold meint dasselbe, betont aber, dass die Stücke oft beschädigt sind, etwa eine gerissene Kette oder ein einzelner Ohrring. Auch Zahngold aus alten Kronen fällt darunter. Für den Ankauf spielt der Zustand keine große Rolle, denn das Gold wird ohnehin eingeschmolzen. Es zählt allein, wie viel reines Gold in deinen Stücken steckt.

Was ist dein Altgold pro Gramm wert?

Der Wert hängt an zwei Zahlen: dem Feingehalt und dem Tageskurs. Der Feingehalt steht als kleine Punze im Schmuck und sagt, wie viel reines Gold enthalten ist:

  • 333 (8 Karat): 33,3 Prozent reines Gold, der Rest unedle Metalle.
  • 585 (14 Karat): 58,5 Prozent reines Gold, der häufigste Wert bei deutschem Schmuck.
  • 750 (18 Karat): 75 Prozent reines Gold, hochwertiger Schmuck.
  • 999 (24 Karat): reines Feingold, meist bei Barren und Münzen.

So rechnest du grob: Gewicht in Gramm mal Feingehalt mal aktueller Feingoldpreis. Ein 585er-Ring mit 5 Gramm enthält also knapp 3 Gramm reines Gold. Genau deshalb bringt derselbe Ring bei einem tagesaktuell hohen Goldkurs deutlich mehr als vor ein paar Jahren. Wer den aktuellen Feingoldpreis kennt, erkennt sofort, ob ein Angebot fair ist.

Feingehalt-Punze an einem Goldring wird mit der Lupe geprüft

Wo und wie verkaufst du Altgold am besten?

Für den Verkauf hast du mehrere Wege, die sich im Preis spürbar unterscheiden. Spezialisierte Goldankäufer mit Ladengeschäft zahlen meist am meisten, weil Edelmetall ihr Kerngeschäft ist. Juweliere kaufen bequem an, oft aber zu niedrigeren Preisen. Online-Ankauf per Post ist praktisch, bedeutet aber, dass du dein Gold vor der Auszahlung aus der Hand gibst.

Wichtig ist, dass die Bewertung transparent und vor deinen Augen abläuft. Wer in der Hansestadt altes Gold loswerden möchte, lässt den Materialwert zum Beispiel bei einem seriösen Altgold verkaufen Hamburg direkt nach Tageskurs bestimmen und bekommt ein schriftliches Angebot zum Vergleich. So gehst du mit einer realistischen Zahl in die Verhandlung und musst dich auf kein Bauchgefühl verlassen.

Seriösen Ankäufer erkennen und Abzocke vermeiden

Ein vertrauenswürdiger Ankäufer wiegt jedes Stück einzeln, prüft den Feingehalt sichtbar und legt den Kurs offen, mit dem er rechnet. Er drängt dich zu nichts und dokumentiert den Ankauf ordentlich. Ab einem bestimmten Bargeldbetrag muss er sogar deinen Ausweis erfassen, das schreibt das Geldwäschegesetz vor und ist ein gutes Zeichen. Wer dir anbietet, alles anonym und ohne Papiere abzuwickeln, umgeht bewusst die Regeln.

Alte Schmuckstücke haben manchmal einen Sammler- oder Markenwert, der über dem reinen Goldwert liegt. Bevor du ein Erbstück einschmelzen lässt, lohnt ein prüfender Blick, ähnlich wie bei hochwertigem Diamantschmuck oder seltenen Argyle-Diamanten, deren Wert ebenfalls weit über dem Materialpreis liegen kann.

Altgold-Verkauf vorbereiten: Schritt für Schritt

Mit etwas Vorbereitung holst du den besten Preis heraus. Sortiere deinen Schmuck zuerst nach Feingehalt, denn 333 und 750 werden sehr unterschiedlich vergütet. Wiege die Gruppen mit einer Feinwaage und prüfe den aktuellen Goldkurs, bevor du losgehst. Dann holst du dir mindestens zwei Angebote. Diese halbe Stunde Aufwand ist der wirksamste Schutz vor einem schlechten Preis.

Denk daran, dass nicht alles Gold gleich ist: Ein Stück mit eingefassten Steinen wird nur nach seinem Goldanteil bewertet, der Stein zählt separat. Und wer sich generell für den Wert von Edelmetallen interessiert, findet auch bei ungewöhnlicheren Materialien wie Osmium spannende Vergleiche.

Häufige Fragen zum Altgold verkaufen

Was ist mein Altgold pro Gramm wert?
Der Wert ergibt sich aus Gewicht, Feingehalt (333, 585, 750) und dem aktuellen Goldkurs. Ein 585er-Stück enthält 58,5 Prozent reines Gold, nur dieser Anteil wird bezahlt.

Wo kann ich Altgold am besten verkaufen?
Spezialisierte Goldankäufer mit Ladengeschäft zahlen meist mehr als Juweliere oder Banken. Zwei Angebote vergleichen lohnt sich immer.

Wann sollte man Gold verkaufen?
Wenn der Goldkurs hoch steht und der Schmuck ohnehin ungenutzt liegt. Als reine Wertanlage kann Halten sinnvoller sein.

Muss ich beim Altgoldverkauf meinen Ausweis zeigen?
Ab einem bestimmten Bargeldbetrag ja, das schreibt das Geldwäschegesetz vor und spricht für einen seriösen Ankäufer.

Eine neutrale Übersicht zu Rechten und Fallstricken beim Goldverkauf bietet die Verbraucherzentrale.